Olivenernte und so weiter

Freitag, 31. März 2017

Die Sache mit dem Alter


In letzter Zeit stolpere ich in Gesprächen mit Freunden oder Kollegen immer wieder über Formulierungen, bei denen wir feststellen müssen, dass wir mit Mitte/Ende Dreißig/Anfang Vierzig faktisch gar nicht mehr so jung sind, wie wir eigentlich denken. Und dass es doch immer wieder seltsam klingt, wenn man sagt:
"Vor 20 Jahren beim Abi...."
"In Neusseeland war ich auch schon - allerdings ist das schon... 19 Jahre her..."
"Die xy wird 18." "18? Dann ist die 1999 geboren, man da habe ich gerade angefangen zu studieren..."

Auf einmal sind so viele Andere um uns herum jünger, nicht nur die, die 18 werden, sondern auch die, die schon fertig studiert haben und nun anfangen zu arbeiten. Klar, das ist der Lauf der Dinge und das ist auch prima so. 

Ich mag mein jeweiliges Alter auch immer, ich fand meine Geburtstage schon immer toll, auf die 30 habe ich mich gefreut und die 40, die auch bald in Reichweite ist, stört mich kein bißchen. Mit dem Thema 'Alter' sind heute so viel weniger Klischees verbunden und jeder kann sich doch entspannt anziehen und verhalten wie er will, egal ob er 25, 40 oder 55 ist.

Aber ein bißchen komisch fühlt es sich manchmal schon an, wenn gerade die Berufsgruppen, die früher immer älter waren als man selbst auf einmal gleich alt oder sogar jünger sind, oder?

Perfekt zusammengefasst hat das Mari Andrew für Cup of Jo - ich musste sehr lachen!





 

Donnerstag, 30. März 2017

Wochenrückblick* KW12 - 2017




... aus der Sicht der Einen:

gemacht - 10 km durch die Sonne spaziert - ohne Jacke, den blauen Himmel und alles Erblühende bewundert


gemacht 2 - Straßenwahlkampf, der Wahlabend hat mich allerdings ziemlich enttäuscht und frustiert zurückgelassen, immerhin eine hohe Wahlbeteiligung und ein deutlich schlechteres als prognostiziertes Abschneiden der AfD, aber der Rest ist wirklich bitter.... Mal wieder kurz überlegt, ob wir nicht doch aus dem Saarland auswandern sollten...

gefreut - über die Zusage zur Altersteilzeit für eine sehr gute Freundin und darauf mit ihr mit rosa Champagner angestoßen, außerdem spontan gemeinsame Urlaubsideen gehabt

gekauft - Taufkerzen

gelesen - außer ein bißchen ZEIT und Sonntagszeitung nichts, denn diese Woche war ich gefühlt nur  unterwegs

gekocht - Pasta mit blauen Trauben und Ziegenkäse (so lecker), Quiche mit grünem Spargel, Häppchen


gehört - Wanda


gegessen - Sushi und koreanisches Take Away, brasilianische Käsebällchen, Gegrilltes


getrunken - Tee




... aus der Sicht der Anderen:


gemacht - Inventur, sonntags einfach keine Freude...


gelacht - über den Minimann, der zum 1. Mal bei Oma und Opa geschlafen hat und dann jedem stolz erzählt hat "na (er) sla Moma und Bopa" und sich dabei begeistert auf die Brust geschlagen hat

gefreut - dass die erste alleinige Auswärtsübernachtung des Minimanns so gut funktioniert hat

gelesen - Ich habe mit "Das kalte Blut" von Chris Kraus angefangen, die Geschichte zweier Brüder vor dem Hintergrund der deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts. Ein weiterer Neuzugang im Bücherregal "So müde und hellwach" von Susanne Strasser im Peter Hammer Verlag erschienen, eine witzige Bettflucht, die dann doch wieder im -bett endet :-)

gestrickt - nichts, da der fiese Schnitt im Finger noch immer nicht abgeheilt ist.

genäht - zwei Geburtstagsshirts 

gegessen - Pizza

gekocht - mal wieder Apfelpfannkuchen

gebacken - Waffeln

getrunken - Wasser




*inspiriert von Fräulein Julia

Mittwoch, 29. März 2017

Nach Rolling Stone und Churn Dash kommt Broken Dishes

...oder auch nicht. Bei mir kommt der Broken Dishes Block direkt nach dem Rolling Stone. Tja nachdem ich ja im Januar mal ganz entspannt das patchworken ausprobiert habe, und mich an der tollen Aktion "6 Köpfe - 12 Blöcke" beteiligt habe und sehr begeistert von der Aktion und dem Block war, mein Ergebnis aber ehrlicherweise so naja fand, hat mich der nächste Block im Februar überhaupt nicht angesprochen und dementsprechend ging es auch nicht weiter. Obwohl ich mir sogar ein 1/4 inch Füßchen bestellt hatte.

Anfang März gab es dann den nächsten Block:
Broken Dishes von Verena "einfach bunt..." hieß dann dieser Block, der mich direkt (direkt ist etwas lustig, wenn man bedenkt, dass wir heute schon den 29.03 haben :-) wieder angesprochen hat.

Und so habe ich dann mal mein neues Nähfüßchen eingeweiht und nach der tollen Anleitung von Verena und ihren ausführlichen Erklärungen zum Thema half-square-triangles einen Block genäht. Und dabei hatte ich auch noch charmante Hilfe... da die Minimotte gerade zahnt und nicht abgelegt werden mag, war klar, entweder muss sie mit nähen oder ich nähe nicht. Hat dann erstaunlich gut geklappt... also das Nähen mit Minimotte auf dem Schoß und das Füßchen war eine phänomenale Neuanschaffung. 

Und hier das Ergebnis, natürlich habe ich zuerst falsch zusammengenäht, so dass der Nahttrenner auch zum Einsatz kam.



So treffen sich zwar immer noch nicht alle Ecken, aber das Ergebnis ist schon deutlich  besser als der Januarblock.



Und so sehen Januar und Märzblock nebeneinander aus, mein zweiter Versuch hat mich auf jeden Fall in die Richtung motiviert, dass die Stoffe für den Churn Dash schon mal zugeschnitten sind, mal schauen wie schnell das etwas wird!


Hier findet ihr noch mehr tolle Märzblöcke!

Dienstag, 21. März 2017

Love my geranium #lovemygeranium


Rae von madebyrae hat diese Woche auf Instagram einen Contest ihren geranium dress betreffend ausgeschrieben, für mich der Anstoss dieses tolle Schnittmuster mal auszuprobieren. Dabei habe ich dann festgestellt das es für die Größe 0-3 Monate sogar ein freebook gibt. Und da die Minimotte eher zartgebaut ist, reicht das trotz ihrer mittlerweile 4 Monate noch. Ich habe die Tunikaversion genäht, meine einzige Änderung ist, dass ich das Oberteil bei meiner zweiten Version (ich war so begeistert, dass der Ersten sofort eine zweite Version folgen musste) um 6 cm verlängert habe. Das erste Germanium Dress, aus einer BubbleGauze von SarahJane habe ich das Unterteil gedoppelt, so das eine Art Ballonrock entsteht, da der Stoff doch sehr dünn ist und ihn dann einfach eingekräuselt. 


Beim Zweiten (aus einer Hamburger Liebe Popeline, daisydora) habe ich auf den Balloneffekt verzieht und den Stoff in regelmäßige  Falten von der Mitte ausgehend gelegt.


Und auch wenn Kleider in diesem Alter total unpraktisch sind, bin ich doch begeistert, da das Ergebnis extrem niedlich ist. Und es wird auch noch ein drittes geben, denn diese beiden Exemplare waren eigentlich nur die Probeexemplare für das Taufkleid der Minimotte...
 

verlinkt mit
sewmini
handmadeontuesday
kiddikram

Wochenrückblick* KW 11 - 2017



... aus der Sicht der Einen:

gemacht - den Zahnarzt besucht


gemacht 2 - Elefantenrunde (ja so heißt das, selbst im Saarland) geguckt, Wahlkampf gemacht und viele Luftballons steigen lassen - ja diese Woche war sehr politiklastig

geschmolzen - die Nichte strahlt und lacht einen so unverwandt und andauernd an, dass das Tantenherz schmilzt und keiner sagt so süß "Guten Morgen ... Billi" wie der große Neffe - der mittlere Schnucki ist natürlich auch entzückend


gefreut -  über einen rundherum guten und spannenden Arbeitstag, ist auch nicht alltäglich

gelesen - weiter in die Tiefen der Mentalisierung eingetaucht

gekocht - Quiche,  


gehört - hauptsächlich Radio


gegessen - Shepeards Pie, St. Paddy zu Ehren, Lammwürstchen mit Pinienkernen


getrunken - Crémant



... aus der Sicht der Anderen:


gemacht - ein tolles Buchklubtreffen gehabt, lecker gegessen :-), ausführlich über das Buch diskutiert ("Die Glücklichen von Kristiane Bilkau) und 


gefreut - über die Anwesenheit von drei Babys (1, 3 und 4 Monate alt) und gelacht über die Kindermenge (5 Frauen, 13 Kinder)

gelacht - über die aktuelle Folge von "Last Week Tonight" mit John Oliver, auch wenn es manchmal eher zum Weinen ist, ist doch niemand so pointiert #addzebras

gelacht2 - über einen Artikel in der Zeit "Gibt es Kinder die gern wandern" von Georg Cadeggianini "Wander ist das, was Erwachsene machen sich ausgedacht haben, nachdem sie alle alten Kirchen schon zweimal hintereinander angeschaut haben."

gelesen - Nochmal in "Die Glücklichen" hineingelesen und dann mit "Der Buchhandlung" von Penelope Fitzgerald angefangen, keine Ahnung wie das bisher an mir vorbeigehen konnte...
Wir haben ein paar Neuzugänge im Bilderbuchregal, "Aufregung im Zoo" von James Krüss - lustig, v.a. für den Minimann, es gibt ganz viel zu suchen und zu schauen. "Ein Haufen Freunde" von Kerstin Schoene, eine Freundschaftsgeschichte über das, was man schaffen kann wenn alle zusammenhalten und nach langer Zeit auch mal wieder ein paar "Feuerwehrmann Sam" Geschichten

gestrickt - nichts, da einen fiesen Schnitt im Finger


genäht - erstaunlich viel, eine Bucket Bag beim Nähtreffen mit einer Frankfurter Freundin (schön war's :-) und zwei Germanium Dress nach madebyrae

gegessen - im Bananenblatt gedünsteten Lachs

gekocht - Artischockenquiche mit Kartoffelboden, Apfelpfannkuchen - gehen hier immer

gebacken - auf Wunsch des kleinen Mannes einen Zitronenkuchen

getrunken - Gurkentonic




*inspiriert von Fräulein Julia

Donnerstag, 16. März 2017

Hokkaido-Caprese


Ist das nicht super, wenn ein Gericht easy-peasy ist, man es locker nebenher machen kann und es nachher trotzdem super aussieht? Also nicht nur so super, wie ein leckeres Butterbrot eigentlich immer super aussieht, sondern schon ein Level drüber super...
Aber gut, bevor wir hier Verwirrung stiften, kommt hier das Beweisphoto:


Zutaten:
Hokkaido
Kirschtomaten
Avocado
Mozzarella
Scarmorza
Pinienkerne
Scampi 
Öl und Essig
Pfeffer und Salz
 
Und so easy geht es:
Den Hokkaido putzen, aushöhlen, klein schneiden und mit etwas Öl beträufeln und ab damit in den Ofen. Wärend der Kürbis so vor sich hin schmorrt, werden die Tomaten halbiert, die Avocado in Scheiben geschnitten, der Mozzarella und der Scarmorza gewürfelt. Dann die Scampis anbraten und alles miteiander auf einem großen Teller vermischen mit Öl und Essig (wir haben die selbstgemachte Himbeeressigreduktion von der Anderen genommen), die Pinienkerne noch drüber (in dem Fall haben wir sie nicht mal angeröstet) und fertig ist das Abendessen. Das Leckere ist nicht nur das Zusammenspiel der Zutaten, sondern auch die Mischung aus kalt und warm.... Super!

Montag, 13. März 2017

Wochenrückblick KW 10 - 2017



... aus der Sicht der Einen:

gemacht - unter der Woche noch über das schlimme Novemberwetter geschimpft und dann aber am Sonntag - dick in Mütze und Schal eingepackt - die Cabriosaison eingeläutet - toll!


gemacht 2 - das letzte Fachschulseminar für dieses Kita-Jahr gemacht, jeden Tag Termine oder Verabredungen gehabt, Eltern und Schwiegereltern besucht, im Garten gewerkelt und das Gartenhäußchen neu lackiert

gekauft - nichts, oder?


gefreut - über die riesigen Schneeglöckchenmengen im Garten eines Freundes, über alles was bei uns im Garten nun schon blüht und Knospen treibt - Früüüühling!

gekocht - Nudelauflauf mit Münster, Quiché, gedünstete Äpfel


gehört - nach gefühlten Jahren mal wieder Tuesday Night Musicclub


gegessen - sehr leckeren Hokaido-Caprese, das erste Ochsenkotelett meines Lebens


getrunken - Tee, Tee, Tee



... aus der Sicht der Anderen:


gemacht - den Stoffmarkt in Saarlouis bei strahlendem Sonnenschein besucht (erfolgreich :-)


gefreut - über das traumhafte Wetter, das erste Schwenken, einen Tulpenstrauß, einen Zoobesuch mit dem Minimann...

geärgert - über Termindopplungen, bzw. Fehlplanungen, die zu totalem Chaos geführt haben

gelesen - "Der Club" von Takis Würger zu Ende gelesen, richtig gut - so gut, dass ich es am Freitag direkt zum Geburtstag verschenkt habe.
Vorgelesen habe ich auch diese Woche mal wieder v.a. Bilderbücher, da können der kleine Mann und der Minimann auch zusammen zuhören, mehrfach "Fabers Schatz" von Cornelia Funke, wunderschönes Bilderbuch darüber wie Kinder andere Länder entdecken und neues lernen.

gestrickt - den Großvaterpullunder von klompelompe fertig gestrickt und ein neues tolles (noch geheimes) Projekt angefangen


gegessen - Nudeln mit gebackenem Ricotta und Bruschetta mit Aprikosenpesto - yummy!


gekocht - Burger


gebacken - Brownies mit schwarzen Bohnen - total misslungen

getrunken - Wasser und Crémant




*inspiriert von Fräulein Julia

Sonntag, 12. März 2017

12 von 12 im März

Ups, heute ist ja der 12. des Monats... Das dem so ist habe ich erst um zehn vor zwölf gemerkt und auch nur, weil lyritata fleißig bei Instagram postet. Die Schwester war da schon längst auf dem Stoffmarkt in Saarlouis, aber den 12. hatte sie auch glatt übersehen.

Alle Tageseinblicke sammelt wie immer Caro.


12 von 12 bei der Einen



erste Abendessensvorbereitungen noch vor dem Frühstück (erfreulicher Weise für die Schwester photographiert :-)) - Frühlingsfreuden - Steinbepflanzung - kurze Pause mit nackten Füßen in der Sonne



Wäsche anhängen und falten während der Gatte schon mit der Frühjahrsüberholung des Gartenhauses  begonnen hat - Lack nachgebessert - Winterling im Häuschen - noch mehr Frühling



Mit Sonnenbrille, Mütze und Schal auf zur ersten Cabriofahrt des Jahres - Bliesgau - weitere Abendessensvorbereitungen


12 von 12 bei der Anderen



Stoffmarkt in Saarlouis samt Ausbeute


neues Tragetuch und ein zufrieden schlafendes Baby - erste Schwenkaktion des Jahres mit Cremant, Bier und Limonade - Babyfüsse



Schwenker - Nachtisch: Ofenpfannkuchen mit Himbeeren - Kinder-Gute-Nacht-Lektüre - meine Lektüre (super Buch!)

Freitag, 10. März 2017

Tapasdienstag - vegetarische Grüße aus Georgien und NYC

Manchmal tapassen wir beide ganz und gar in traditionellen Gewässern - dann gibt es Datteln im Speckmantel, Albondigas mit Joghurtsoße, Scampi mit Knoblauch, Möhren mit Feigen und Aprikosen - alles sehr lecker, aber eben nicht sehr kreativ und neu...

Manchmal werfen wir aber auch einfach noch ein paar Ambitionen ins Tapasgeschehen und testen uns durch neue Ideen, die wir irgendwo aufgeschnappt haben - und das führte diesmal zu einer sehr leckeren Kombi aus Chatschapuri, einem georgischen Käsebrot (aka mega Kalorienbombe), und geröstetetem Möhrensalat aus NYC von Smitten Kitchen.



Aber starten wir mit dem georgischen Anteil... Vor kurzem hatte ich bei Frau Kaltmamsell von einem Besuch in einem georgischen Restaurant gelesen und das erwähnte Käsebrot rief unsere Namen. Nach einer kurzen Recherche entschieden wir uns für dieses Rezept und änderten es leicht ab, sprich wir verzichteten auf das Sieben des Mehles, das Backpulver und auf den Joghurt im Teig (na ja, ehrlicher Weise haben wir den vergessen, werden das aber beim nächsten Mal ändern) und bei der Füllung auf das Ei.

Und auch wenn das Ergebnis von Florian Pinel optisch siegt, so was das Brot total lecker und wir haben es nicht zum letzten Mal gemacht!




Die zweite Inspiration schnappte die Schwester bei Instagram bei Smitten Kitchen auf: roasted carrot and avocado salad - klingt schon unglaublich lecker, oder?


Und das Rezept ist so simpel wie super: Einfach die Möhren, für die Optik sind bunte Möhren hier natürlich besonders schön, schälen, längst halbieren und mit etwas Öl in eine Auflaufform geben, salzen, pfeffern und mit Cumin würzen, die Auflaufform mit Folie abdecken und in den vorgeheizten Ofen schieben und dort 20-30 Minuten garen.

Die gegarten Möhren auf einen Teller geben, dann mit Avocadoscheiben mischen und mit Pinienkernen bestreuen und mit Joghurt beträufeln, eventuell etwas nachwürzen - fertig - lecker - los!

Donnerstag, 9. März 2017

Lakritztorte für den Schwager



Vor ein paar Tagen hatte der Schwager Geburtstag (diesen Kuchen gab es vor drei Jahren)  jetzt wurde gefeiert und am Abend vorher kam mir, bei der Durchsicht meines letzten "von und zu Tisch" Paketes (sehr sehr cooles Geschenk!!!), fiel mir die Dose Lakritzpulver in die Hand, und da der Schwager Lakritz liebt, kam die Idee einer Lakritztorte auf. Nach einem ausführlichen Blick in den Kühlschrank und einer Sahnespende der Schwiegereltern :-), konnte die Backaktion gestartet werden. 




Lakritztorte mit Schokoladenfrostig


Biskuitboden:

3 Eier
150 g Muscovadozucker
1 P Vanillezucker
120 g Dinkelmehl
40 g Raw Kakao
2 Tl Backpulver
100 ml Milch

Den Backofen auf 175°C vorzheizen.

Eier und Zucker schaumig rühren, Vanillezucker dazugeben, dann die Milch dazuschütten, kurz weiter rühren.

Dann Mehl, Kakao und Backpulver mischen und vorsichtig mit dem Teigschaber unterheben, nicht mehr rühren.

Ein Backblech fetten und mit Backpapier auslegen, den Teig daraufstreichen und 20-25 Minuten auf der mittleren Schiene backen.

Lakritzfüllung:

150g Vollmilchschokolade (geht bestimmt auch hervorragend mit dunkler Schokolade, aber der Schwager zieht Vollmilch vor und das Geburtstagskind bestimmt)
150 ml Sahne
3 Tl Laritzpulver
1 El Reissirup
40g Butter

Die Schokolade hacken.

Die Sahne zusammen mit dem Reissirup aufkochen und das Lakritzpulver einrühren. Solange rühren, bis sich das Pulver aufgelöst hat.

Die Lakritz-Sahne über die gehackte Schokolade geben und dann rühren, damit die Schokolade schmilzt.

Zu guter Letzt, wenn die Masse ein wenig abgekühlt ist, die Butter vorsichtig unterrühren.


Aus der ausgekühlten Biskuitplatte vier runde Scheiben schneiden und jede Scheibe mit der Lakritzganache (etwa 2 El pro Platte, wenn die Platten, wie bei mir 16 cm Durchmesser haben) bestreichen und dann zusammensetzten. Mit der restlichen Ganache, den gesamten Kuchen einstreichen und dann kühlstellen.


Schokoladenfrosting

100g weiße Schokolade
150g Frischkäse
200 ml Sahne
Puderzucker nach Geschmack (ich habe etwa 3 El genommen)

Frischkäse mit dem Puderzucker aufschlagen.

Die weiße Schokolade erwärmen, damit sie schmilzt und dann zu der aufgeschlagenen Frischkäsemasse geben.

Sahne steifschlagen und die Frischkäsemasse vorsichtig unterheben.


Den gekühlten Kuchen mit dem Frosting bestreichen.

Idealerweise hätte der Kuchen noch mit Katjes dekoriert werden sollen, aber aufgrund der kurzfristigen Backidee, gab der Vorratsschrank kein Lakritz her und nachdem wir tatsächlich eine volle Stunde gebraucht haben, bis wir mit Anziehen und allem Drumherum im Auto auf dem Weg zur Geburtstagsfeier sassen, habe ich dann auf den Zwischenstopp an der Tankstelle verzichtet :-) 




 der Kuchen basiert auf diesem, allerdings stark abgewandelten, bzw. angepassten Rezept









Montag, 6. März 2017

Wochenrückblick* KW 9 - 2017



... aus der Sicht der Einen:

gemacht - mal wieder im Zug gesessen, aber diesmal nur insgesamt 7 Stunden - einmal Köln und wieder zurück und es war so schön, endlich wieder länger als einen halben Tag in Köln zu sein
 

gemacht 2 - nur zwei Tage gearbeitet und dann lieber dem Gatten Köln gezeigt, sehr viel durch die Gegend gelaufen und gefühlt in allen Kochgeschäften Kölns gewesen

gekauft - einen Kölner Stadtanzeiger für die Eltern


gefreut -über den Dom, Köln bei Nacht und einfach das rheinische Lebensgefühl, außerdem wie immer über das Nachhause kommen und dann noch über die entzückenden und hilfswilligen Neffen

gekocht - Pasta Cabonara und zur Familiengeburtstagsfeier ziemlich viele Flammkuchen


gehört - WDR 2 und Wanda


gegessen - Himmel un Äd im Päffgen (leeeecker!) und grandiose Törtchen im Törtchen, Törtchen (Bericht folgt)


getrunken - Kölsch!



... aus der Sicht der Anderen:


gemacht - statt dem Saarbrücker mal den Wiesbadener Wildpark besucht, sehr schön, mit Bären...


gefreut - über die Geräusche der Minimotte von Lachen über Gurren (vielleicht denkt sie, sie ist eine Taube?) bis zu Motzen

geärgert - über Termindopplungen, bzw. Fehlplanungen, die zu totalem Chaos geführt haben

gelesen - "Die Glücklichen" von Kristiane Bilkau, spannend und gut geschrieben und der Titel für den nächsten Buchklub, das verspricht auf jeden Fall Diskussionspotential. Dann habe ich mit "Der Club" von Takis Würger angefangen, erschienen bei Kein&Aber, fängt sehr vielversprechend an, wunderschön erzählt - eine Geschichte mit, wie der Anfang zumindestens vermuten lässt, unerwarteter Wendung.
Vorgelesen habe ich auch diese Woche mal wieder v.a. Bilderbücher, da können der kleine Mann und der Minimann auch zusammen zuhören, mehrfach "Zogg und die Rettungsflieger" von Axel Scheffler, das mag v.a. der Minimann und verschiedene Bände vom Ritter Rost, wobei ich ehrlicherweise die CD's deutlich besser finde, als die Bücher!

genäht - mit einem Mädchen im Haus, habe ich mir endlich den Schnitt Kinderkleid von klimperklein gekauft und auch direkt zwei Exemplare für die Minimotte genäht.


gegessen - Pizza, Flammkuchen und Quiche 


gekocht - Brokoli-Parmesan-Puffer (mal eine Abwechslung zu den hier auch von den Jungs sehr gemochten Süßkartoffel-Zucchini-Puffern)


getrunken - Tee und Wasser




*inspiriert von Fräulein Julia

Mittwoch, 1. März 2017

Heute vor rund vier Jahren

Manchmal ist Facebook ja doch nützlich und wenn es nur für die ein oder andere Erinnerung ist...


Ich war ja immer mehr so der Verfechter des Mietens, wer braucht schon Eigentum? Ohne Eigentum lebt es sich doch sehr entspannt, die Flexibilität leidet nicht und keine totale Verschuldung raubt einem den Schlaf. So weit mein Meinungsbild. Dann trat der Gatte vor nicht ganz elf Jahren in mein Leben und es war ziemlich klar, der ist kein Typ fürs dauerhafte Mieten. Er wollte etwas Eigenes haben, etwas wo er dran rumbasteln und bauen kann, wo seine Werkbankt Platz hat und überhaupt, etwas Eigenes eben. 

Da waren wir also nicht so richtig d'accord...Für mich war immer klar, wenn ich schon im Saarland wohne - das Saarland und ich haben etwas länger, so rund fünf Jahre, gebraucht bis wir uns richtig mochten - dann natürlich in der Innenstadt der Landeshauptstadt, also fußläufig zum Markt, zum Kneipenviertel, zur Arbeit. Der Mann hatte also das Immobilienangebot immer mal so im Blick, ich habe das zur Kenntnis genommen, aber weitgehend ignoriert. Dann allerdings wurde es für den Gatten irgendwann dringlich und ich zu Besichtigungen aufgefordert. Na gut, gucken kann man ja mal. Nachdem wir dann so anderhalb oder zwei Jahre mal mehr, mal weniger intensiv geguckt und besichtigt hatten, war bei dem Gatten der Punkt erreicht, an dem er eigentlich willens war, jedes Objekt gut zu finden, nur um endlich das eigene Haus zu haben. Da störten ihn nicht mal Dinge wie der Blick aus dem Schlafzimmer auf die Riesenneonreklame des Supermarktes gegenüber, winzig kleine Räume, fehlende Badezimmer.... 

Und dann ging auf einmal alles ganz schnell: Am 30. November 2012, einem Freitag, guckten wir uns ziemlich spontan ein Haus am Stadtrand an, natürlich nicht fußläufig zur Innenstadt, es sei denn, man hat gerade eine Dreiviertel Stunde Zeit, natürlich auch nicht aus der Portokasse zu finanzieren, aber so hübsch und innerhalb von ein paar Minuten hatten wir uns beide in dieses Haus verliebt. Allen 70er Jahre Tapeten in gelb, rosa und grün zum Trotz und ignorierend, dass fast der gesamte Boden mit grünem Teppichboden verklebt (!!!) war und wir nicht wussten, in welchem Zustand der Holzboden darunter war. Ungeachtet der Tatsache, dass es im oberen Stock nur Nachtspeicheröfen gab und die Technik noch von 1926 war als auch den Fakt ignorierend, dass das Haus noch komplett möbiliert war: Das war das Haus, das wir wollten. Und wie es sich rausstellte, wollte es uns auch und deshalb ging dann auch alles ruckzuck: Freitags die erste Besichtigung, Mittwochs am 05.12. dann eine zweite Besichtigung mit einem befreundeten Architekten, dann haben wir sofort den Kauf zugesagt und am Mittwoch den 14. Dezember 2012 beim Notar unterschrieben. 

Tatsächlich habe ich nach dem zweiten Besichtigungstermin abends noch die Kündigung für die Wohnung bei den Vermietern vorbeigebracht - ich war mir einfach so sicher, dass das alles passt und prima wird.

Dann haben wir zwei Monate lang tatsächlich nichts anderes gemacht als renoviert, renoviert und renoviert und sind vor 4 Jahren und ein paar Tagen am 26.02.2013 aus unserer Mietwohnung aus- und in unser eigenes, wenn auch noch nicht ganz fertig renoviertes Haus eingezogen.

Und wer hätte das gedacht: Das war eine der besten Entscheidungen ever!



PS: Seit dem Kauf hatten wir beide bisher genau eine schlaflose Nacht (noch in der Mietwohnung) ob des Kredits, in der wir beide panisch wurden, wir hätten uns verkalkuliert, unsere kluge Exeldatei konnte uns beruhigen (zum Glück wussten wir da noch nicht, dass es am Ende doch immer teurer wird...). 

PPS: Tatsächlich ist es gar nicht schlimm, auch mal auf den ÖPNV zurückzugreifen, wenn man weder das Auto nehmen noch 45 Minuten laufen möchte.